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{{Taxobox
| Taxon_Name = Muskatnussbaum
| Taxon_WissName = Myristica fragrans
| Taxon_Rang = Art
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| Taxon2_Name = Muskatnussbäume
| Taxon2_WissName = Myristica
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| Bild = Myristica Fragrans - ???????.JPG
| Bildbeschreibung = Muskatnussbaum (''Myristica fragrans''), Illustration
}}

Der '''Muskatnussbaum''' (e ('''Muskat''' bzw. '''Macis''') verwendet.

Das Wort Muskat (von mittelhochdeutsch ''musc?t'') bzw. Muskatnuss ist eine Entlehnung aus , das seinerseits von .'' Bearbeitet von Elmar Seebold. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S. 642.</ref>

Verbreitung

Ursprünglich auf den und den nördlichen beheimatet, werden Muskatnussbäume heute auch in anderen Gebieten im , in und in kultiviert. Muskatnüsse sind das Hauptexportprodukt s und eine Muskatnuss ist daher Bestandteil der .

Beschreibung

Bei ''Myristica fragrans'' handelt es sich um einen immergrünen , der Wuchshöhen von 5 bis 18 Meter erreicht. Die und die grünlichgraue bis olivfarbene älterer Zweige sind glatt, anfangs flaumig behaart.

Die wechselständigen sind einfach und 6 bis 12 Millimeter lang gestielt. Die leicht ledrige, elliptische weist eine Größe von 4 bis 8 Zentimeter auf, sie ist oberseits dunkelgrün und unterseits heller.

''Myristica fragrans'' ist , d. h., es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Vier bis acht oder mehr männliche Blüten befinden sich im 2,5 bis 5 Zentimeter großen, kurz gestielten . Die 10 bis 15 Millimeter lang gestielten männlichen Blüten besitzen drei bis vier blassgelbe, 5 bis 7 Millimeter lange und neun bis zwölf . Eine bis wenige weibliche Blüten befinden sich in einem Blütenstand. Die 8 bis 12 Millimeter lang gestielten weiblichen Blüten besitzen 6 mal 4 Millimeter große, blassgelbe Blütenhüllblätter und einen mit zwei fast sitzenden, kleinen . Die Blütezeit reicht von März bis Juli.

Auf n werden hauptsächlich weibliche Bäume kultiviert.
An einem 10 bis 15 Millimeter langen Stiel befindet sich die bei Reife ockergelbe oder orangefarbene, birnenförmige bis fast kugelige, einsamige , sie ist beerenartig, springt aber auf. Die Frucht weist eine Länge von 8 bis 10 Zentimeter und einen Durchmesser von 3,5 bis 5 Zentimeter auf. Die 3 Zentimeter großen, rundlichen Samen sind von einem rötlichen, fleischigen, ölhaltigen und zerschlitzten Samenmantel () umgeben. Der Kern des Samens, wie auch der Samenmantel, wird sowohl als wie auch als verwendet. In der Umgangssprache bezeichnet man den Samen als ''Muskatnuss'' oder ''Muskat'' und den Samenmantel als ''Muskatblüte'' oder .

Die kurzen, gekrausten Keimblätter (en) sind an ihrer Basis verwachsen.

Vermehrung und Aufzucht

Die übliche Vermehrung erfolgt aus den .
Die Nüsse sind nur 8 bis 10 Tage keimfähig und dürfen beim Schütteln nicht klappern. Sie werden nur so tief in die Erde gesetzt, dass ein Teil der Nuss noch sichtbar ist. Bis der Keim sichtbar ist, sollte man eine Plastikfolie über den Topf stülpen und diesen dunkel stellen. Die Keimdauer beträgt etwa vier bis acht Wochen. Die Nuss sollte auf alle Fälle sechs bis acht Monate am Keimling bleiben.

Die Pflanze wächst am besten bei Temperaturen zwischen 20 °C und 30 °C und sollte die ersten zwei bis drei Jahre schattig stehen. Der Baum beginnt zu tragen, wenn er acht Jahre alt ist, und erreicht den höchsten Ertrag mit etwa 15 Jahren.

Gefährdung

Der Muskatnussbaum wird in der der ? allgemein Weltnaturschutzorganisation genannt ? als eine Art ausgewiesen, die unzureichend Datenmaterial für eine Gefährdungskategorisierung aufweist (?''Data Deficient''?).

Geschichte

Im (Physica, Kapitel 1?21, ''De Nuce Muscata'') empfiehlt die Muskatnuss gegen Depressionen (Dämpfung der Bitterkeit von Herz und Sinn) und mit Zimt und Nelken zur Minderung aller schädlichen Stoffe.

Nachdem der portugiesische Seefahrer und die Muskatnuss beschrieben werden.

Die Muskatnuss entwickelte sich dann im zum Gold . Briten, Spanier, Portugiesen und Niederländer bekriegten sich wegen der des Muskatnussbaumes. Als der Muskatnuss in England während der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zugeschrieben wurde, die einzig wirksame Medizin gegen die zu sein, waren die Preiserhöhungen nicht mehr aufzuhalten. Der Verkaufspreis in Europa war zeitweise mehr als 300-mal höher als der Einkaufspreis auf den Banda-Inseln.

Im Jahre 1621 kam der niederländische Generalgouverneur mit 2000 Mann auf den Banda-Inseln an und begann sofort mit der Ausrottung der einheimischen Bevölkerung, d. h. der größte Teil der Inselbevölkerung wurde umgebracht, schätzungsweise 15.000 Menschen, und durch Sklavenarbeiter aus anderen Gebieten ersetzt. Das Ziel der Niederländer war ein im Muskatnusshandel. Zur Zeit der niederländischen Vormachtstellung wurden auf vielen anderen Inseln die Muskatnussbäume abgeholzt. Die (VOC) wollte damit ihre Monopolstellung im Handel sichern.

Die Engländer hatten sich bis 1620 auf der kleinen Insel im Westen der Banda-Inseln halten können. Nach jahrelanger Belagerung durch die Niederländer mussten sie die Insel verlassen, beanspruchten sie aber weiterhin. Im (1667) gaben sie ihre Ansprüche auf Run endgültig auf. Im Gegenzug bekamen sie die Kolonie an der amerikanischen Ostküste zugesprochen, die sie faktisch schon beherrschten, seit sie 1664 (das spätere ) von den Niederländern erobert hatten.

Im Jahr 1735 verbrannten die Holländer 570 Tonnen Muskatnüsse, um den Preis in die Höhe zu treiben. Im Jahr 1753 gelang es ein.

Inhaltsstoffe

Der Gehalt an der Muskatnüsse liegt zwischen 5 und 13 Prozent. Wichtige Inhaltsstoffe der Samenhülle () sind 22 bis 35 Prozent fettes , , Lignane und der Farbstoff . In Muskatnüssen sind neben etwa 40 Prozent (mit dem der als Hauptbestandteil) auch etwa 25 Prozent sowie enthalten. Das Pflanzenfett wird wegen seiner butterartigen Konsistenz auch als ''Muskatbutter'' bezeichnet.

Ätherisches Öl

Das ätherische Öl wird durch aus zerkleinerten Muskatnüssen isoliert. Es ist farblos bis leicht gelb und riecht und schmeckt nach Muskatnuss. Die Zusammensetzung schwankt je nach Herkunft, Verarbeitung und Lagerung der Nüsse; charakteristisch für das Aroma sind die , , , , , , und .

Eine weitere Gruppe von Inhaltsstoffen sind wie , und . Diese Stoffe wirken als e. Safrol wirkt zudem in Ratten krebserzeugend und . Myristicin kann zum psychoaktiven Stoff metabolisiert werden.

Aflatoxin-Problematik

Besonders im tropischen Klima werden Muskatnüsse außer von auch sehr leicht von en befallen, von denen einige die stark en produzieren. Nüsse zweifelhafter Qualität (BWP ? ''broken, wormy, punky'') dürfen daher nicht als Gewürz in den Handel gebracht werden. Illegalerweise kommen solche Nüsse jedoch gelegentlich in gemahlener Form in den Handel, vor allem in den Produktionsländern.

BWP-Nüsse können jedoch ohne Gefahr für die Verbraucher zu Muskatöl verarbeitet werden. Deshalb ist Muskatöl im Handel vielfach billiger als die äquivalente Menge hochwertiger Muskatnüsse.

Muskatbutter

Durch Auspressen von Muskatnüssen gewinnt man die sogenannte ''Muskatbutter''. Es handelt sich dabei um ein halbfestes, rotbraun gefärbtes mit intensivem Geruch und Geschmack nach Muskatnuss. Es besteht vorwiegend aus mit als dominierender , darüber hinaus enthält es etwa 10 bis 15 Prozent ätherisches Öl.

Produktion

2019 wurden laut der FAO weltweit 143.829 t Muskatnuss, Muskatblüte und Kardamom geerntet.

Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die fünf größten Produzenten weltweit, die insgesamt 94,3 % der Erntemenge produzierten.
{| class="wikitable zebra" style="text-align:right"
|+ Größte Muskatnussproduzenten (2020) in beiden Fällen waren möglicherweise weitere Substanzen (oder die Behandlung) für den Tod ursächlich.

Da keine systematischen Untersuchungen vorliegen, lässt sich keine sichere Dosisbeziehung für Vergiftungssymptome angeben. Wirkungen werden ab einer Menge von etwa 1 bis 2 mg Myristicin pro Kilogramm Körpergewicht beschrieben,

, die über zwei Jahre permanent mit dem Safrol gefüttert wurden, hatten eine vergrößerte und erkrankten öfter an als ihre Artgenossen. Diese e Wirkung hängt wahrscheinlich mit der der zusammen, die durch den Abbau des Safrols hervorgerufen wird. Die von Safrol liegt für Ratten bei 1,95 g/kg.

Siehe auch

Literatur

  • .
  • Bingtao Li, Thomas K. Wilson: ''Myristicaceae.'' In: ''Flora of China.'' Vol. 7, S. 99:
  • Andreas Alberts, Peter Mullen: ''Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere.'' Kosmos, ISBN 3-440-08403-5.
  • Nadja Biedinger: ''Die Welt der Tropenpflanzen.'' DuMont Reiseverlag, Köln 2000, ISBN 978-3-7701-5294-0.
  • Monisha Bharadwaj: ''Die Indische Küche.'' Collection Rolf Heyne, 2000, ISBN 3-453-17687-1.
  • Heiner Meininghaus: ''Muskatreiben und Pomander für edle Gewürze.'' In: ''Weltkunst.'' 17. Jahrgang, Nr. 14, 15. November 2001, S. 2220.
  • Giles Milton: ''Muskatnuß und Musketen, der Kampf um das Gold Ostindiens.'' Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, 2002, ISBN 3-499-61367-0 (englisches Original: ''Nathaniel's Nutmeg: Or, the True and Incredible Adventure of the Spice Trader Who Changed the Course of History '', 2000)
  • Lutz Roth, Max Daunderer, Kurt Kormann: ''Giftpflanzen Pflanzengifte.'' Nikol Verlagsgesellschaft, 2006, ISBN 3-933203-31-7. 6. vollständig überarb. Auflage 2012, ISBN 978-3868200096.
  • Elisabeth Vaupel: ''Gewürze ? Acht kulturhistorische Kostbarkeiten.'' Deutsches Museum, München 2002, ISBN 3-924183-85-6.
  • Ingrid und Peter Schönfelder: ''Das Neue Handbuch der Heilpflanzen, Botanik Arzneidrogen, Wirkstoffe Anwendungen.'' Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-440-12932-6.
  • Edward A. Weiss: ''Spice Crops.'' CABI, 2002, ISBN 0-85199-605-1, S. 86?100.

Weblinks

  • .
  • auf giftpflanzen.com.
  • auf gernot-katzers-spice-pages.com.
  • Moritz Herrmann: In: ''Skriptum'' 1/2012.

Einzelnachweise